Little Khmer Tour - unbeschwerte Reise in den Isaan

 


Vorwort zu Thailands Nordosten (Isaan) und der Rundreise:

Der hauptsächlich durch Landwirtschaft und Reisanbau geprägte Isaan steht touristisch im Schatten der Hauptreiseziele wie Bangkok, Chiang Mai und den Inseln im Süden, was letztendlich aber den Reiz dieser Region ausmacht.

Wer jetzt davon ausgeht, dass man hier noch keine westlichen Touristen gesehen hat und sich ein absolut unberührter Nordosten entdecken lässt, wie oft angepriesen, muss wohl enttäuscht werden.

Niemand reitet hier mit Elefanten zum Familienbesuch und mutige Thais, die freiwillig mit Kobras kämpfen, gibt es auch nur dann, wenn ’zahlende’ Touristen erwartet werden.

Auch hier macht der Fortschritt zum Wohl der Bewohner keinen Halt, allerdings bedeutend langsamer als anderenorts.

Warum also die Tour machen, wenn es gar nicht so ist, wie es angeblich ist?

Einfach weil es eine sehr informative Rundreise ist, die mit Khao Yai Nationalpark und dem eindrucksvollen Mekong einen interessanten Kontrast zu den prächtigen Bauwerken des Khmer-Reiches bietet. Somit die perfekte Mischung aus bezaubernder Natur und imposanter Kultur .




Tag 1: (Tagesetappe ca. 400 KM)

 

Ausgangspunkt unserer Rundreise in den nicht ganz unberührten Nordosten von Thailand ist auch diesmal wieder Bangkok.

 

Bedeutet natürlich für euch, dass ihr die Nacht vorher schon in Bangkok verbringen müsst, damit euch euer Tourguide entsprechend zum Tourbeginn in eurem Hotel abholen kann.

 

Im klimatisierten Minibus führt euch die erste kurze Etappe zum 1630 erbauten Bang Pa Inn Palast, der Sommerresidenz König Chulalongkorns, Rama V.

 

Großer Unterschied zu vielen anderen Palästen im Land ist die Tatsache, dass er nicht im typischen Thaistil erbaut wurde, sondern ein gelungener Architektur-Mix verschiedener Kulturen bzw. Länder darstellt.

 

So findet sich neben dem Landhaus im traditionellen chinesischen Stil die Toskanische Villa und gleich nebenan ein kleines Schloss, das man in der Art eher in Frankreich vermutet.

 

Ebenso beeindruckend, die mit diversen kleinen Seen und Teichen angelegte Parklandschaft. 

 

Etwas Schade ist, dass innerhalb der Palastgebäude ein Fotografierverbot besteht. Ist aber in den meisten öffentlichen Museen in Thailand so und muss respektiert werden.

 

Respektiert werden muss auch die Kleiderordnung, Schultern müssen bedeckt sein und für Männer sind lange Hosen angesagt. Gleiches gilt auch für Frauen, so muss ein Rock mindestens die Knie überdecken, Waden wäre noch besser. Geschlossene Schuhe zeugen ebenfalls von Respekt.

 

Da aber wie so oft in Thailand die Klimaanlage auf gefühlte -18° C eingestellt ist, letztendlich sogar eine sinnvolle Vorschrift.

 

Im Anschluss geht die Fahrt weiter Richtung Saraburi. Knapp 20 km außerhalb der Stadt lohnt sich ein Stop im Wat Phra Phutthabat. Die größte Attraktion dieser im Jahre 1624 erbauten Anlage ist ein Fußabdruck Buddhas. Die Klosteranlage ist Ziel vieler buddhistischer Pilger, die mit Opfergaben ihr Karma aufzubessern versuchen.

 

Wer sich die Mühe macht, die knapp 300 Stufen bis zum ältesten Teil des Tempels aufzusteigen, wird zudem mit einem grandiosen Ausblick belohnt.

 

Zurück auf der Erde wartet mit Lopburi das nächste Ziel eurer Rundreise auf euch. Die Stadt ist in der Hand von Affen, was ihr spätestens beim Besuch der Khmer-Anlage Prang Sam Yod merken werdet. Die Affenhorden leben schon seit Jahrhunderten in den heiligen Banyan-Bäumen und sind die eigentliche Attraktion dieser alten Stadt.

 

In sicherer Entfernung gibt’s es dann auch das Mittagessen.

 

Auf dem Friendship Highway geht’s vorbei am Lam Takhong Reservier, dem größten und bekanntesten Staudamm der Provinz Nakhon Ratchasima. Der Stausee dient nicht nur der Wasserversorgung und der Stromerzeugung der Stadt Korat, sondern auch der Bewässerung von Reisfeldern in der Trockenzeit. Zudem soll er in der Regenzeit die Überschwemmungen im Umland des Maenam Mun verhindern.

 

Etappenziel der heutigen Tour ist die als ’Tor zum Isaan’ bezeichnete Stadt Nakhon Ratchasima, oder kurz einfach Korath genannt.

 

Ihr Übernachtet im besten Haus der Stadt, dem Dusit Princess.




Tag 2: (Tagesetappe ca. 220 KM)

 

Nach dem Frühstück im Dusit Princess wird die Tour fortgesetzt mit dem Besuch des Dorfes Ban Prasat. Am Originalschauplatz können hier 3000 Jahre alte prähistorische Ausgrabungen besichtigt werden, die von einer frühen Hochkultur zeugen.

 

Neben den ca. 60 ausgegrabenen menschlichen Skelette, sind ebenso Grabbeigaben wie Töpferwaren und Werkzeug zu sehen.

 

Im Anschluss folgt das eigentliche kulturelle Highlight dieser Rundreise, Prasat Hin Phimai, eine der schönsten Khmer-Anlagen überhaupt in Thailand. Die im typischen Khmer-Stil erbaute buddhistisch-hinduistische Anlage diente als architektonisches Modell und Vorbild für das bedeutendste und bekannteste Khmer-Heiligtum, Angkor Wat in Kambodscha.

 

Nach jeder Menge Kultur habt ihr euch dann auch das Mittagessen verdient.

 

Genauso einzigartig und imposant wie Phimai ist der mit 350 Jahren älteste und zugleich größte Banyan-Baum ’Sai Ngam’. Dieser Ficus bengalensis ist ein naher Verwandter des uns allseits bekannten Benjamini, mit einem Durchmesser von gut 50 Meter einfach nur ein bisschen größer.

 

Im Anschluss gehts zum heutigen Etappenziel nach Khon Kaen, ins noble Sofitel Raja Orchid.

 

 

Tag 3: (Tagesetappe ca. 330 KM)

 

Frisch gestärkt durch das geniale Frühstücksbuffet des Sofitel führt euch die Tour heute immer weiter in den Isaan hinein bis nach Nakhon Phanom.

 

Auch wenn jetzt an dieser Stelle keine kulturellen oder naturkundlichen Pflichtziele aufgezählt werden, heißt das natürlich nicht, dass es nichts Interessantes zu sehen, erleben oder entdecken gibt.

 

Die Planung bleibt bewusst offen, damit situationsbedingt spontan vor Ort entschieden werden kann.

 

Je nach Jahreszeit gibt es dann den Abstecher auf dem Reisfeld, beim dem jeder mal für kurze Zeit das ’Bauernleben’ am eigenen Leib testen kann, oder einen überraschenden Besuch in der nächsten Dorfschule, um mit den Schülern gemeinsam zu Mittag zu essen.

 

Oder wer ist mutig genug, sich auf einen Wasserbüffel zu setzten?

 

Vielleicht stimmt die Bezeichnung ’unberührter Nordosten’ für den Isaan doch? Jedenfalls scheint es hier jetzt gar nicht so abwegig.

 

Nach dieser Etappe der Rundreise dürft ihr euch zum Tagesabschluss in Nakhon Phanom  River View Hotel erholen.

 

Wie der Name ja schon vermuten lässt, perfekt am Mekong gelegen.

 

Aber bitte nicht den selben Luxus erwarten, wie am Vortag, dann ist nämlich die Enttäuschung recht groß.

 

Das River View ist definitiv nicht unsere Traumvorstellung vom perfekten Hotel, aber leider zurzeit das mit Abstand beste Haus in dieser Gegend.




Tag 4: (Tagesetappe ca. 325 KM)

 

Nächstes Ziel eurer Isaan-Rundreise, natürlich erst nach dem Frühstück, ist der kleine Ort That Phanom. Der 57 m hohe Tempelturms von Wat Phra That Phanom beherbergt eine der wichtigsten Reliquie des Buddhismus, einen Brustbeinsplitter Buddhas, weshalb das Kloster der bedeutendste Wallfahrtsort im Isaan ist.

 

Das Mittagessen wird heute mal ganz stilecht direkt am Mekong eingenommen, mit ca. 4500 km Länge immerhin Platz 12 der ’Weltrangliste’.

 

Im beschaulichen Khong Chiam, dem östlichsten Ort Thailands, direkt am Zusammenfluss von Mekong und Maenam Mun, lässt sich der Tag gemütlich und erholsam im Tohsang Khongjiam Resort ausklingen.

 

 

Tag 5: (Tagesetappe ca. 80 KM)

 

Und damit eure Entdeckungsreise auf den Spuren der alten Khmers nicht in Stress ausartet, gibt es heute einen Tag ohne großartige Fahrerei.

 

Nach dem Frühstück geht's zur nahe gelegenen Grenze zwischen Thailand und Laos.

 

Chong Mek heißt der Grenzort auf laotischer Seite. Hauptanziehungspunkt für viele Thais ist der große Markt im Dorf, um sich mit Lebensmitteln, Gewürzen und vieles mehr einzudecken.

 

Umgekehrt kommen Laoten auf die thailändische Fluss-Seite, um sich mit Kleidung und Haushaltswaren zu versorgen. Entsprechend rege ist der Grenzverkehr.

 

Auch wird relativ schnell offensichtlich, dass der vermeintlich arme Nordosten Thailands im direkten Vergleich zu seinem Nachbarn diese Bezeichnung nicht wirklich verdient. Wie immer ist auch das also relativ.

 

Weiter gehts zum Pha Taem Nationalpark mit seinen prähistorischen Felszeichnungen und dem Wasserfall Saeng Chan.

 

Mittagessen wird heute auf dem schwimmenden Restaurant direkt auf dem Mekong serviert, bevor es dann per Boot auf dem Fluss zurück ins Tohsang Khongjiam Resort geht.

 

Hier ist es nämlich einfach viel zu behaglich, als dass man sich so einfach davon verabschieden könnte. Und dann lädt auch noch der Pool dazu ein, genutzt zu werden.

 

Wer hätte gedacht, dass eine kulturelle Rundreise auch Erholung bedeuten kann!?



Tag 6: (Tagesetappe ca. 550 KM)

 

Noch einmal Frühstück mit Blick auf den Mekong, bevor es heute wieder Aufbruch heißt zur längsten Tagesetappe dieser Tour.

 

Ubon Ratchathani, die Lotus Stadt, ist erstes Ziel der heutigen Tour. Bei einer Stadtrundfahrt wird schnell klar, dass es sich hier um eine angenehme und saubere Provinzhauptstadt handelt, was sich u. a. im Tuan Si Muang Park zeigt. Auch der nahe gelegene Wat Supattanaram lohnt einen kurzen Zischenstopp.

 

Mittagessen wird heute unterwegs eingenommen, mit Blick auf die Reisfelder.

 

Am späten Nachmittag steht Prasat Hin Khao Phanom Rung auf dem Programm.

 

Die 380 Meter hoch liegende Tempelanlage wurde auf einem erloschenen Vulkan errichtet und zählt zusammen mit der bereits bekannten Anlage in Phimai zu den bedeutendsten Khmer-Werken in Thailand.

 

Nach einem recht anstrengenden Tag wartet gegen Abend unserer Tagesziel, der Khao Yai Nationalpark.

 

Seit 2005 steht der älteste Nationalpark Thailands als Weltkultur- und Naturerbe auf der Liste der UNESCO.

 

Der Khao Yai NP ist am Wochenende beliebtes Ausflugsziel der Bangkoker Mittel- und Oberschicht, die wenigstens für einen Tag mal dem Smog und den Abgasen der Millionen-Metropole entfliehen wollen und in den Bergen etwas Erholung suchen.

 

Khao Yai ist ein Eldorado für Naturliebhaber, schließlich findet sich hier die artenreichste Flora und Fauna von ganz Thailand. Etwas 250 wild lebende Elefanten gibt es derzeit noch in dem Naturreservat, daneben Affen, Wildschweine, Hirsche und einige wenige Tiger.

 

Wer jetzt darauf spekuliert diese Raubkatzen zu sehen und nur deswegen die Tour macht, wird definitiv enttäuscht werden. Bisher ist es wohl noch keinem Touristen gelungen, diese Großkatzen hier live zu sehen, was aber eventuell auch gewisse Vorteile hat.

 

Übernachtet wird ausserhalb des Nationalparks im Phuwanalee Resort.




Tag 7: (Tagesetappe ca. 80 KM)

 

Nach dem Frühstück steht der Tag voll und ganz unter dem Motto ’Natur pur’. Während einer geführten Tagestour könnt ihr zusammen mit eurem Guide den Regenwald entdecken, um einen zwar kurzen, aber durchaus intensiven Einblick in diese grandiose Naturkulisse zu bekommen.

 

Mittagessen wird im Park eingenommen.

 

Auch heute wird zum Abschluss noch mal im Phuwanalee übernachtet.

 

 


Tag 8: (Tagesetappe ca. 180 KM)

 

Ein letztes Frühstück im Resort und es heißt Aufbruch Richtung Bangkok.

 

Dort angekommen endet eure Rundreise durch ein etwas anderes Thailand.

 

 


Leistungen und Preise pro Person (bis 31.03.2011):

Buchungen unserer Thailand-Rundreisen sind bis maximal 4 Wochen vor Tourstart möglich. Da die Rundreisen zum Teil sehr individuelle Unterkünfte mit oftmals nur wenigen Zimmern haben, ist eine rechtzeitig Reservierung notwendig. Sind die angegebenen Unterkünfte frühzeitig ausgebucht, wird auf gleichwertige Alternativen ausgewichen.

Durchführung jeden Sonntag

Doppelzimmer                        980,- Euro


Einzelzimmer                         
auf Anfrage

Teilnehmerzahl:  2 bis maximal 6  Personen

 

Eingeschlossene Leistungen:

- privates klimatisiertes Fahrzeug 

- deutschsprachiger Reiseleiter

- 7 Nächte in den angegebenen oder gleichwertigen Unterkünften

- 7 x Frühstück

- 7 x Mittagessen (exkl. Getränke)

- alle Eintritte und Touren wie im Programm beschrieben

- Unfallversicherung

Nicht eingeschlossene Leistungen:

- alle persönlichen Ausgaben (Getränke, Minibar, Telefonate,…)

- obligatorische Weihnachts- und Silvester-Dinner in den jeweiligen Hotels

- fakultative Ausflüge

- Trinkgelder (Reiseleiter, Fahrer,...)

- An- und Weiterreise